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Grenzerfahrungen in der Höhe

Hochleistungssportlerin Edina Müller, Mitglied der Parakanu-Nationalmannschaft, besucht grenzenlos-Klettergarten

Gütersloh. Kanurennsportlerin Edina Müller aus Hamburg kam Anfang dieser Woche zu Dreharbeiten in den grenzenlos-Klettergarten nach Gütersloh. Hier erprobte sie zum ersten Mal in ihrem Leben die Erlebniswelt Hochseilgarten. „Wir schätzen die Berichte über Sportler mit Handicap besonders. Das sind immer wieder sehr spannende Geschichten und außergewöhnliche Persönlichkeiten“, sagte RTL-Redakteur Marcel Klein. Er hatte die ehemalige Rollstuhlbasketball-Nationalspielerin mit paralympischem Gold (2012) und seit diesem Jahr in die Nationalmannschaft berufene Parakanutin gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, mit der Kamera auf dem Helm und am Rollstuhl unterschiedliche Stationen im Klettergarten zu testen. 

Sie sagte zu und kam nach Gütersloh. Dort ging es dann in die Höhe, begleitet vom Kamerateam und von Trainer Maik Langner, selbst Rollstuhlbasketballer in der 2. Bundesliga, Trainerin Corinna Johann-Vorderbrüggen sowie Anne Patzwald. Nach einigen Stunden in luftiger Höhe erzählte Edina Müller begeistert: „Für mich ist es immer wieder ein großes Bedürfnis, etwas Neues auszuprobieren und nach neuen Wegen und Möglichkeiten zu suchen. Der ‚Sprung ins Nichts’ war für mich heute tatsächlich eine total neue Erfahrung.“
Sie berichtete, dass man im Leistungssport immer wieder über seine Grenzen ginge, auch wenn das vielleicht nicht immer gut sei. „Im Hochseilgarten ist das sehr ähnlich. Hier habe ich ungewöhnliche Erfahrungen gemacht und neue Gefühle entdeckt, die sich anders nicht hätten simulieren lassen. Ich konnte allerdings völlig weg vom Leistungssportgedanken meine Grenzen im sicheren Rahmen austesten“, so die leidenschaftliche Taucherin und überzeugte Sporttherapeutin, die seit ihrem 16. Lebensjahr durch eine Querschnittslähmung auf einen Rollstuhl angewiesen ist.
In ihrem Blog „On a roll – immer unterwegs“ (www.onaroll.de) schreibt Edina Müller: „Damit der Modebegriff Inklusion keine leere Worthülse bleibt, muss Inklusion gelebt werden.“ Sie freut sich, dass es in Gütersloh einen inklusiven Klettergarten gibt, den sie zukünftig gemeinsam mit ihrem Partner und seinen zwei Kindern besuchen kann.