Der inklusive Klettergarten

Kinder, Jugendliche, Familien oder Einzelbesucher können sich im Hochseilgarten von grenzenlos ausprobieren. Das 3.000 m2 große Gelände befindet sich am Kiebitzhof. Von "leicht" bis zu "sehr anspruchsvoll" bieten spaßvolle Kletterelemente für jeden Besucher eine persönliche Herausforderung. Erfahrungspädagogische Angebote werden für Gruppen aller Art gestaltet, auf dem Gelände von grenzenlos oder bei dem Kunden vor Ort. Der inklusive gestaltete Klettergarten ermöglicht Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen.

Anschrift und Kontakt: Rhedaer Straße 212, 33334 Gütersloh
Ansprechpartner: Thomas Woesthoff, Telefon: 05241 4009841
trainings(at)grenzenlos-klettergarten(dot)de

Heidrun Elbracht, Mitglied des Aufsichtsrates des SPI Gütersloh, ist überzeugt: „Eine inklusive Gesellschaft entsteht nicht einfach so. Man muss den Prozess dahin gestalten. Angebote echten inklusiven Miteinanders sind notwendig, um den gesellschaftlichen Alltag zu verändern.“ Sie schätze an dem Klettergarten besonders den Begegnungsaspekt: „Hier treffen ganz unterschiedliche Menschen in geschützter Atmosphäre locker aufeinander und teilen Klettererlebnisse miteinander.“ Hergen Bruns ergänzt: „Bisher wird Inklusion vor allem in Bezug auf Schule thematisiert und diskutiert. Unser Anliegen ist es, Inklusion auch in der Freizeitgestaltung für die breite Öffentlichkeit erlebbar zu machen.“

Das SPI Gütersloh bekommt tatkräftige Unterstützung durch kompetente Erfahrungspädagogen aus dem Team von Oliver Teipel vom Unternehmen Seilschaft UG aus Arnsberg. „Das Klettererlebnis an sich ermöglicht die Erfahrung des Unbekannten, Ungewohnten und Unerwarteten. Dabei steht das Verhalten und Erleben während der Begehung im Mittelpunkt. Beim Klettern ist der gesamte Mensch gefordert“, berichtet Oliver Teipel. „Dass Menschen mit Handicap, also auch mit dem Rollstuhl, in einem Seilgarten klettern, sprengt bei vielen Menschen noch die Vorstellungskraft. Das können und werden wir ändern: Beim gemeinsamen Klettern verlieren sich Unterschiede der Herkunft, Erkrankung und Sprache“.

Die Gütersloher Architektin Birgit Melisch hat die Planungen, Gutachten und Baugenehmigungen betreut. Sie freut sich: „Wir sind mit diesem innovativen Ansatz und dem einzigartigen Projekt überall gut aufgenommen worden. Der Weg durch die Instanzen bei Trägern, Gesellschaftern und Grundstückseigentümern bei der Stadt und dem Kreis Gütersloh sowie dem Landschaftsverband war alles andere als steinig. Die Arbeit hat mir wirklich Spaß gemacht.“ Gebaut wurde der Klettergarten von der ALEA GmbH aus Marburg und ihren erfahrenen Seilgarten-Planern wie Andreas Bostroem, Diplom-Sportlehrer und Bauleiter: „Der Klettergarten besteht aus 27 verschiedenen Elementen. Das zentrale Element ist der Jakobsturm mit einer Fußhöhe von sechs Metern.“ Seine Kollegin Nathalie Pörksen sagt: „19 Elemente eigenen sich auch gut zur freizeitorientierten Nutzung.“ Einzelpersonen, Familien, Schulklassen oder Gruppen aus Vereinen und Betrieben seien also herzlich willkommen im Klettergarten Gütersloh, so die Fachfrau. Das Angebot reiche von spiel- und spaßorientierten Aktivitäten bis zu erlebnispädagogisch aufgebauten Programmen. Tilmann Grüninger, Fachbereichsleiter Rehatechnik bei der Mitschke Sanitätshaus GmbH, unterstützt das SPI Gütersloh, wenn es um orthopädie- und rehatechnische Fragen geht. Hergen Bruns bringt es auf den Punkt: „Jeder Mensch ist anders und darin sind alle gleich! Genau das wollen wir im inklusiven Klettergarten Gütersloh sichtbar machen.“

    

 

Hier geht es zur Website des Klettergartens: